30 JAHRE JUBILÄUM PHILOSOPHISCHE PRAXIS GERHARD KAU?I?

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Gastfreundschaft bedeutet sich an den Anderen zu wenden, diesen nach seinem Namen zu fragen (nötigenfalls auch selbstverständlich mit Übersetzungshilfe), allerdings bedingungslos, ohne Inquisition, ohne Personenstandserfassung oder einer sogenannten Grenzkontrolle.

Sehr häufig vergessen wir, was es heißt im Namen der unbedingten(!) Gastfreundschaft die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, was ganz besonders bedeutet die bestmögliche Anwendung der Gesetze zu pflegen.

Ich glaube, wir müssen immer und überall für den philosophischen Begriff von Demokratie kämpfen.

Wir müssen für den differenzierenden Diskurs kämpfen.

Für die Demokratie im Kommen!

Der Nationalismus verbindet sich meist mit dem Nationalstaat und hegt ein hegemoniales Streben in der Anführung eines unumschränkten Souveränismus.

Das gefährliche Wir-Gebrüll eines Identitarismus verkennt nur allzugern die Universalität von Rechten. Die Identitären versuchen nur allzugern exklusive Unterschiede zu kultivieren und etwaige Unterschiede in Gegensätze zu verwandeln.

Die Begegnung mit dem Anderen macht mich verantwortlich! Verantwortlich für die Singularität des Anderen. Für die Unberechenbarkeit des Anderen im Anderssein.

Die dekonstruierende Denkhaltung macht mich anders und zu einem Anderen. Vielleicht begegne ich dem Anderen ?wirklicher?, heißt vielleicht auch ehrlicher, vielleicht ethischer(!).

Ich versuche es.

Datum: 
27.01.2019
Ort: 
Wien
Gastfreundschaft
Stichworte: 
Gastfreundschaft, Jubiläum, 30 Jahre Philosophische Praxis